Gemälde


■ Gemälde
■ Diptychen 2024
Die Serien der Ölbilder thematisieren die Wahrnehmung der Gegensätze zwischen Stadt und Land sowie Formen, Störungen und Paradoxien menschlicher Kommunikation.Fotografien, vorgefunden oder selbst aufgenommen, treiben meine künstlerische Arbeit an. Ihre Transformation in Malerei, flächenhaft-linear, gegenständlich-figurativ und gestisch-expressiv erzeugt ein wortwörtliches Übereinander von Informationen unterschiedlicher Herkunft, u. a. Interventionen in das Ghetto der Kunst- und Kulturgeschichte. Eine Dechiffrierung irritiert, da immer wieder Stellen des ursprünglichen Bildgrundes durchscheinen.Marietta Thier







■ 2019 - 2023
In Marietta Thiers gestischer Malerei tauchen nur selten Abbilder einer bestimmten Realität auf, vielmehr geben ihre Bilder die Ideen und Visionen wieder, mit denen sie sich als Künstlerin auseinandersetzt. Lassen sich die von einer alten Fotografie inspirierten „Hafenarbeiter“ noch als wiedererkennbarer Verweis auf existentielle Situationen interpretieren, so sind die grafisch intendierten, in leere oder geringfügig gestaltete Farbräume gestellten physiognomischen Fragmente eher zu flüchtigen bildhaften Chiffren von menschlicher Existenz verdichtet. In spontanem Pinselduktus werden schemenhafte Figuren angedeutet, die über dem bereits fertiggestellten Bildgrund zu schweben scheinen, als wollten sie zum Ausdruck bringen: Es gibt nicht nur eine Wirklichkeit. Die Künstlerin spielt bewusst mit der Wahrnehmung der Betrachter, die durch die verschobene Wirklichkeit ihrer Bildergeschichten an rätselhafte Orte gelangen, die zur Entschlüsselung provozieren, jedoch keinen Rückschluss auf eine inhaltliche Verknüpfung zulassen.
Herbert Schirmer/Kurator


Marietta Thier | Logenstraße 29a | 15907 Lübben | fon: +49.178.5639886

